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Emergenzen

Unter Emergenz versteht man das Phämomen, bei dem die Zusammenfügung einzelner Teile zu einem "Mehr" fusioniert. Besonders daran ist, dass dieses "Mehr" in den Einzelteilen zuvor nicht angelegt war, das Neue also allein aus der Interaktion der Teile entsteht bzw. "auftaucht".

Eine LaOla-Welle ist dafür ein gutes Beispiel. Sie besteht aus einzelnen Glieder (in diesem Fall: aufstehenden Menschen), die erst zusammen betrachtet das Bild einer Welle ergeben. Der Einzelne, der aufsteht, ist jedoch keine Welle. Er bleibt nur ein Individuum, das die Arme hebt. In Kombination mit hunderten anderen, die das identische Tun, entsteht plötzlich der äußere Eindruck einer wellenförmigen Bewegung. Erst das Zusammenspiel der Einzelteile fügt sich zu einem neuen Ganzen. Das Ganze ist dabei, so plakativ dies auch klingen mag, mehr als die Summe seiner Teile. Passend ist daher auch der weitere Namen der Emergenz: Übersummativität.

Wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, dass es nicht direkt-kausale Auslöser für tatsächliche Umstände unserer Lebenswelt gibt, schärft das die Wahrnehmung für das Ungewöhnliche.

 

"Angst" ist auch ein Emergenzprodukt. Dazu in einem der nächsten Beiträge.

 

 

25.3.16 17:41

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